Liebe Mainframe-Community,
ein kurzes Update vorab: Die Mighty Mainframe Conference rückt näher.
Bereits zuvor haben wir die ersten Speaker vorgestellt: Martin Pluschke, Mark Wilson, Henri Kuiper und Joseph Westman.

Und es wird noch besser: Wir haben weitere starke Speaker in das Programm aufgenommen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Wir freuen uns besonders auf Fiona King, z/OS Product Manager bei IBM. Sie wird Einblicke in das Polaris-Projekt und die nächste Generation der z/OS User Experience geben: mit einem neuen Blick darauf, wie Anwenderinnen und Anwender mit z/OS arbeiten und es administrieren.
Außerdem begrüßen wir Amra Mulisic und Louise Wahlberg von Handelsbanken. Sie teilen ihre praktischen Erfahrungen mit zDevOps-Modernisierung.
Und jetzt ist es so weit: Der Konferenzplan ist live:
👉 https://mainframeconference.croz.net/schedule-2026/
Wir geben ihm noch den letzten Feinschliff, aber schon jetzt sieht das Programm sehr solide aus.
Auf was warten Sie noch? Melden Sie sich jetzt an.
Zusammenarbeit mit “Mainframe-Unerfahrenen”
Im vergangenen Jahr haben wir an einem anspruchsvollen PL/I-Modernisierungsprojekt gearbeitet. Es dauerte einige Monate, bis wir das System wirklich verstanden hatten. Der Code selbst war nicht das größte Problem. Deutlich schwieriger war es, den gesamten Software- und Datenfluss zu erfassen, einschließlich Batch Processing und der mehreren “Schichten” der IMS-Datenbank.
Nachdem wir das bestehende System ausreichend verstanden hatten, entschieden wir uns, neuen PL/I-Code zu entwickeln. Die ursprüngliche Codebasis war schlicht zu unübersichtlich, um sinnvoll darauf aufzubauen. Dafür stellten wir ein neues Entwicklungsteam aus fünf Personen zusammen. Und wissen Sie was? Nur zwei davon waren “echte” Mainframer. Die übrigen waren junge Entwicklerinnen und Entwickler mit Java-Hintergrund und ohne Mainframe-Erfahrung.
Trotzdem wurden sie innerhalb weniger Wochen produktiv. Möglich wurde das durch einen modernen Entwicklungszyklus, den Einsatz von KI-Tools sowie die Anleitung und Qualitätssicherung durch erfahrene Mainframe-Expertinnen und -Experten.

Ich bin überzeugt, dass KI-Tools den Software Development Lifecycle auf allen Plattformen deutlich verändern werden, auch auf dem Mainframe. Gleichzeitig können sie endlich dabei helfen, eines der hartnäckigsten Probleme zu entschärfen: die zSkills-Lücke.
Vergessen Sie Lochkarten und die Vorstellung, den Mainframe Schicht für Schicht wie ein archäologisches Fundstück freilegen zu müssen. Die nächste Generation von Mainframern wird nicht mehr “Mainframe-native” sein. Und das ist völlig in Ordnung.
Branchen-News
IBM und ARM haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, um die ARM-Architektur auf IBMs Enterprise-Computing-Plattformen IBM Z und LinuxONE zu unterstützen.
Die Zusammenarbeit adressiert zwei zentrale Prioritäten von Unternehmen: mehr Flexibilität bei Workloads und eine robuste Infrastruktur, die KI- und datenintensive Workloads in geschäftskritischem Maßstab ausführen kann. In diesem Zusammenhang prüfen IBM und ARM auch Möglichkeiten, Virtualisierungstechnologien über die Plattformen hinweg zu erweitern.
ARM ist in Hyperscaler-Rechenzentren stark vertreten und wächst weiter. Diese Partnerschaft könnte das Software-Ökosystem für IBM-Mainframe-Kunden erheblich erweitern. Bisher wurden nur wenige technische Details veröffentlicht. Dennoch hat die Ankündigung das Potenzial, die künftige Richtung des Mainframe Computing spürbar zu beeinflussen.
Falls Sie Fragen haben, sind wir nur einen Klick entfernt.