Liebe Mainframe-Community,
diese Woche starten wir mit der Planung der Mighty Mainframe Conference. Die zentrale Aufgabe dabei: starke Speaker und relevante Themen so zusammenzubringen, dass aus der verfügbaren Zeit ein stimmiges Programm entsteht. Uns ist wichtig, die strategischen Leitfragen der Modernisierung sichtbar zu machen und zugleich genügend Raum für die praktischen Details zu lassen, die reale Projekte am Ende entscheiden.
Der Zeitplan ist dabei nur ein Teil des Mehrwerts. Nutzen Sie die Sessions nicht als Einbahnstraße, sondern stellen Sie den Speakerinnen und Speakern die Fragen, die für Ihre Vorhaben wirklich relevant sind. Und kommen Sie mit anderen Teilnehmenden ins Gespräch. Die Konferenz schafft den Rahmen; der eigentliche Erkenntnisgewinn entsteht oft in den Momenten dazwischen: beim Kaffee auf der Terrasse oder bei einem Spaziergang lungo mare an der Adria, während man darüber spricht, wie KI Modernisierung konkret unterstützen kann.

Warum wir neue Wege zur Mainframe-Modernisierung ergründen müssen
Mainframe-Modernisierung ist zu einem Buzzword geworden. Der Begriff wird sehr inflationär und leider auch mehrdeutig angewendet. Zu viele Diskussionen kreisen weiterhin um einzelne Legacy-Technologien wie IMS oder COBOL. Damit rückt oft die Vergangenheit in den Mittelpunkt, obwohl die entscheidende Frage eigentlich lautet: Welche Rolle sollen diese Systeme in der Zukunft spielen?
Genau hier braucht es einen Perspektivwechsel. Modernisierung sollte nicht nach erfolgreicher Aktualisierung alter Komponenten vollendet sein. Entscheidend ist doch der Aufbau zukunftsfähiger Infrastruktur, um das Maximum aus geschäftskritischen Anwendungen und Daten schöpfen zu können.
Aus diesem Grund hat Armin Kramer, Head of Mainframe bei CROZ, die Idee von “15 (+1) Wegen, Mainframe-Modernisierung neu zu denken” vorgestellt. Dahinter steht ein pragmatisches Spektrum von Modernisierungsansätzen, die unterschiedliche Ausgangslagen adressieren, aber in dieselbe Richtung weisen: Mainframe-Landschaften anschlussfähig, integrierbar und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Die vollständige Geschichte lesen Sie hier.
COBOL FÜR GEN Z
Moderne COBOL-Entwicklung ist vor allem eine Frage konsequenter Delivery-Disziplin auf Z: Jede Änderung muss nachvollziehbar, jeder Build reproduzierbar, jeder Test automatisiert und jedes Deployment planbar sein. Wenn Git-basierte Reviews Änderungen strukturieren, DBB abhängigkeitsbewusste Builds ermöglicht und Jenkins die Pipeline orchestriert, während Zowe die Kommunikation mit z/OS übernimmt, verändert sich unsere Wahrnehmung bzgl. auf COBOL Entwicklung doch grundlegend. Aus vermeintlich fragiler Legacy wird eine belastbare Plattform, auf der Teams verlässlich liefern können.
Mein Kollege Armin Kramer zeigt das in einer Schritt-für-Schritt-Darstellung: wie IDz und VS Code je nach Arbeitskontext sinnvoll nebeneinander eingesetzt werden können, wie CobolCheck echte Regressionssicherheit in die Geschäftslogik bringt und wie Wazi Deploy Promotions konsistent macht, statt sie als wiederkehrendes Ritual zu behandeln.
Neben den technologischen und organisatorischen Vorteilen adressiert die Modernisierung der COBOL-Entwicklung auch eine zentrale Personalfrage: die Generationenlücke. Wenn Gen-Z-Entwicklerinnen und -Entwickler mit ISPF und anderen Green-Screen-Tools arbeiten müssen, entsteht schnell ein Bruch zur gewohnten Entwicklungsumgebung. Mit einem modernen Tooling- und Delivery-Setup wird COBOL dagegen Teil eines Stacks, der sich für neue Teams nachvollziehbar und anschlussfähig anfühlt.
Hier geht es zum vollständigen Artikel.
Branchen News
IBM hat angekündigt, das zPDT-Programm einzustellen.
Das Ende des Standalone-Supports für zPDT setzt mittelgroße ISVs deutlich unter Druck. Viele von ihnen nutzen zPDT für Entwicklung und Tests, weil es bezahlbar ist und ihnen operative Kontrolle gibt. Die verfügbaren Alternativen können die Kosten schnell erhöhen und zugleich neue Fragen rund um Sicherheit und Datensouveränität aufwerfen.
Die meisten Menschen, mit denen ich gesprochen habe, waren von dieser Entscheidung überrascht. Mark Wilson hat sie besonders deutlich kritisiert, und ich finde: Er hat vollkommen recht.
IBM sollte anerkennen, welche konkreten Auswirkungen diese Entscheidung auf ISVs hat, und schnell handeln, um den Schaden zu begrenzen.
Enterprise AI Platform unter eigener Kontrolle betreiben
IBM z17 mit Spyre bietet eine starke Grundlage für den Aufbau einer Self-Hosted Enterprise AI Platform. Der Ansatz ermöglicht sichere, compliance-konforme und wirtschaftlich steuerbare KI-Nutzung, weil Modelle und Daten im Unternehmen bleiben. Damit werden digitale Souveränität, Kostenkontrolle und die tiefe Integration in bestehende Systeme zu konkreten Architekturvorteilen. Enterprise AI intern zu betreiben, lohnt sich deshalb nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich.
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